23 September 2017    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   HomeLuftschadstoffe

Allgemeines

 

Das Wohlbefinden in Innenräumen kann durch die verschiedensten Ursachen negativ beeinflusst werden. Die Anwesenheit von chemischen Stoffen in der Innenraumluft spielt hierbei eine wesentliche Rolle, obwohl einschränkend zu sagen ist, dass auch biologische und chemisch-physikalische Faktoren (Feinstaub) bei einer Gesamtsituationsbetrachtung unbedingt zu beachten sind.


Neben einer Belastung von außen (Imissionen) wie Benzol aus dem Straßenverkehr, Perchlor­ethylen in der Nähe von chemischen Reinigungen, Kohlendioxid, Stickoxide, Schwefeloxide, Ozon u.a. finden sich zusätzliche Schadstoffe speziell im Innenraum.

 

Die Ursache liegt in der Vielfalt von Stoffen, die in die Wohnung durch Bauchemikalien oder Einrichtungsgegenstän­den wie Teppichböden, Wandverkleidungen, Möbel oder durch Beheizung und Belüftung einge­bracht werden.

 

Als gängigste Schadstoffe, die aus diversen Quellen stammen können, sind bekannt:

 

Verbindung

mögliche Quellen (Auswahl)

Lindan

als Holzschutzmittel, vor allem in behandeltem Massivholz, als insektizider Wirkstoff heute noch im Einsatz.

Pentachlorphenol PCP

als Holzschutzmittel (Fungizid), vor allem in behandeltem Massivholz vor 1980, in Leder-Importwaren

bis 1979 im Innenbereich zugelassen ; seit 1985 freiwilliger Verzicht der Indu­strie, seit 1989 Verbot in Deutschland.

Pyrethroide, Pyrethrum

Woll-Teppichböden, Insektenvernichtungsmittel


Chlorthalonil, Per­methrin, Dichloflua­nid

Ersatzstoffe für Lindan und PCP, Holzschutzmittel

Formaldehyd

Holzverbundwerkstoffe (v.a. Pressspanplatten),

Teppiche, Textilien, Tapeten, Tabakrauch

Polycyclische aromati­sche Kohlenwasserstoffe PAK

mit Teerölpräparaten wie Carbolineum imprägnierte Hölzer, Verbren­nungsprodukte (Ruß), Mottenschutz (Naphthalin), Tabakrauch, Parkettklebstoffe

polychlorierte Bipheny­le

PCB

Kondensatoren, Leuchtstoffröhrenzünder, Transformatoren, Dich­tungsmassen, Flammschutz in Deckenplatten

 

Flüchtige organische Schadstoffe VOC

(u.a. Lösemittel)


Vielzahl von Substanzen, die aus den verschiedensten Materialien aus­gasen, z.B. aus Putz, Farben, Lacken, Klebstoffen, Fußbodenbelägen, Kunststoffbeschichtungen oder Reinigungsmitteln


Asbest

schwach gebundene asbesthaltige Baustoffe zum Brand-, Wärme- und Schallschutz, alte Elektrospeicheröfen, festgebundene Produkte (z.B. Verkleidungsplatten und Dachabdeckungen aus Eternit)


KMF

Künstliche Mineralfasern (Steinwolle, Glaswolle u.a.) als Dämmmaterial

 

Ozon

Bürogeräte


Biozide

Luftbefeuchter, Klimaanlagen


Radon

radioaktives Gas aus verschiedenen Baustoffen


Weitere Faktoren für Befindlichkeitsstörungen


- Mikrobiologische Ursachen: Pollen, Schimmelpilzsporen, Keime der verschiedensten Arten, Milbenkot u.a.

- Pysikalisch-technische Ursachen: starke Temperaturschwankungen, Zugluft, verbrauchte Luft durch zu geringe Luftwechselraten, Lärm, zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit, unnatürliches Licht, Staub u.a.

Aus dieser nicht vollständigen Zusammenstellung geht hervor, das die Ursachenermittlung von Befindlichkeitsstörungen in Innenräumen ein komplexes Thema darstellt . Es ist oft nicht einfach oder im ersten Anlauf zu bewältigen.


Die in Art und Ausmaß unterschiedliche Ansprechempfindlichkeit verschiedener Personen macht das Problem noch komplexer.


Ein problemorientiertes Vorgehen, was Probennahme, zu analysierende Stoffe, Art der Gesundheitsstörungen, verdächtige Quellen u.ä. anbelangt, ist unbedingt geboten.


In vielen Fällen können in einem ersten Schritt Übersichtsanalysen auf gängige Schadstoffe mit bekannten Analysenverfahren weiterhelfen.


Die Beurteilung von Messwerten lehnt sich an Richt- oder Grenzwerte, soweit diese vorhanden sind an, ist aber ebenfalls ein komplexes Thema und selbst unter Fachleuten sind unterschiedliche Meinungen nicht ungewöhnlich.

 

Als Sachverständige für Raumluftschadstoffe ist unsere Baubiologin Frau Barbara Ohmle, mit ihrer langjährigen Erfahrung, die richtige Ansprechpartnerin für derartige Probleme.

Beispiele für Schadstoffmessungen

 

 

Die Messung von Staubproben ermöglicht eine verhältnismäßig einfache Beurteilung der Belastungssituation im Innenraumbereich. Bei dieser Methode der Schadstoffmessung bekommt man ein Abbild der Raumluft über den Zeitraum in dem sich der Staub gebildet hat, bzw. in dem er der Raumluft ausgesetzt war.

 

Anhand der Messwerte lässt sich die Aussage treffen, ob es sich um eine geringe, deutliche oder hohe Schadstoffkonzentration handelt. Je nach Höhe der Messwerte muss dann über das weitere Vorgehen entschieden werden. Möglich ist z.B. die Bestimmung von Holzschutzmittelwirkstoffen wie Pentachlorphenol (PCP), Lindan (Hexachlorcyclohexan) sowie von Pyrethroiden (z.B. Permethrin), aber auch PCB (polychlorierte Biphenyle) und PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) sowie weitere SVOC (Semi Volatile Organic Compounds).

 

Zeigt die Messung des Staubes eine deutliche Belastung an, ist es notwendig im darauffolgenden Schritt die Belastungsquelle sicher zu ermitteln und die Befunde durch Luftanalysen zu verifizieren.

 

Auch bei Staubproben ist auf die Probennahme Wert zu legen, da sie sehr unterschiedlich durchgeführt werden kann und die Art der Probennahme die Beurteilung wesentlich beeinflusst. Möglich ist die Untersuchung von Staubsaugerbeutelinhalten, sedimentiertem Altstaub und unter definierten Randbedingungen entnommenen Staubproben nach Vorgabe der VDI 4300.

 

Im Verdachtsfall sind Raumluftanalysen durchzuführen. Hierbei sind die Vorgaben zu den Messbedingungen, vor allem Temperatur und Lüftungssituation, zu beachten. Raumluftanalysen generell sind für leichtflüchtige Schadstoffe wie Formaldehyd und Lösemittel, VOC (Volatile Organic Compounds) geeignet.

 

Hierbei wird zwischen der Aktiv-Probennahme mit Pumpe und der Passiv-Probennahme mit aufgestellten Sammlern unterschieden.

 

In bestätigten Verdachtsfällen kommen im Rahmen des HBM (Human Bio Monitoring) Untersuchungen an Körperflüssigkeiten wie Blut und Urin in Frage. Diese werden in der Regel ärztlich veranlasst.

Das Institut Alpha ein guter Partner für Sie

 

Durch unsere über 30-jährige Erfahrung auf dem speziellen Gebiet können wir bei entsprechenden Problemen oder Fragestellungen schnell und kompetent reagieren.
Beratung, Gebäudebegehung, Probennahme, Labor-Analytik und Gutachtertätigkeit aus einer Hand sind Ihr Vorteil.
Sollten Sie Probleme mit bereits vorliegenden Gutachten, Messungen oder Anfragen haben, stehen wir auch beratend zur Seite.
Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne unser Konzept in einem persönlichen Gespräch vor.

 

Als Ansprechpartner in unserem Hause stehen zur Verfügung

 

Die Diplom-Biologin Barbara Ohmle
                              Sachverständige für Raumluftschadstoffe

und


der Diplom-Chemiker Dr. rer. nat. Dieter Heilemann, VDI
                                 Sachverständiger für Raumluftschadstoffe

 

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